Senioren-Union: Linksbündnis im Bund Gefahr für Deutschland

Rot-rot-grüne Planspiele für die Bundestagswahl 2021 sind aus Sicht des Bundesvorsitzenden der Senioren-Union der CDU, Prof. Dr. Otto Wulff, ein „Akt der Verzweiflung“ der Sozialdemokratie. „Wer ausgerechnet mit den Erben der früheren DDR-Staatspartei SED die nächste Bundesregierung stellen will, versündigt sich an den Werten von Demokratie und Freiheit“, mahnte Wulff.
„Willy Brandt würde sich im Grabe umdrehen, wenn die Söhne und Töchter der Mauerbauer mit den Sozialdemokraten als Juniorpartner in der Bundesregierung sitzen würden.“ Die SPD-Vorsitzenden Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken hatten am Wochenende erklärt, dass sie ein „progressives Bündnis“ mit der Linkspartei für „möglich und denkbar“ hielten. Dabei sei nach Angaben von Esken auch ein Bündnis unter grüner Führung nicht ausgeschlossen. Senioren-Chef Wulff sieht darin ein deutliches Zeichen für den Niedergang der „einst stolzen Sozialdemokratie“. Für die Wähler sei nun ein Jahr vor der Bundestagswahl die Alternative klar erkennbar. „Nur eine stabile und kompetente Bundesregierung unter Führung der CDU/CSU kann die anstehenden Probleme in der Politik meistern. Ein ideologisch geprägtes Rot-Grün-Linksbündnis würde die Sicherheit und die wirtschaftliche Prosperität in Deutschland ernstlich gefährden“, stellt Wulff fest.

 

Internet für Senioren nicht nur in Corona-Zeiten ein Segen

Smartphone und Internet haben sich in Corona-Zeiten als wahrer Segen für viele Senioren entpuppt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nutzt bereits jeder Zweite der Jahrgänge 65plus täglich das World Wide Web, um im Video-Chat per WhatsApp mit der Familie zu plaudern oder im Netz selbstständig Wissenswertes zu „googeln“. Weil Berührungsängste der Älteren gegenüber dem Internet zunehmend schwinden, erweist sich das Netz für Silver Surfer oft als willkommener Helfer zur Bewältigung des Alltags.
In Studien von ARD und ZDF nutzten 17 Prozent der 50- bis 69-Jährigen in Deutschland mehrmals wöchentlich die Angebote von Facebook. Der Bundesverband der Deutschen Wirtschaft stellte in einer aktuellen Studie zur digitalen Mobilität fest, dass 66 Prozent der älteren Internetnutzer die Online-Fahrpläne der Verkehrsbetriebe nutzen und immerhin 53 Prozent in den Karten bei Google Maps surfen. Beinahe jeder zweite Senior informiert sich im Netz über Reiseziele und Hotels. Auch wenn es um Hausrenovierungen, Rente und Bankgeschäfte geht, greifen Ältere immer häufiger zurück auf Informationsangebote im Netz.
 
Besonders moderne Senioren-Smartphones werden häufig zu unverzichtbaren Helfern in der Not. Neben großen Tasten, einem kontrastreichen Display, lauten Klingeltönen und gut lesbaren Zeichen verfügen einige Handys über einen Notfallknopf, über den im Ernstfall automatisch die Familie, der Arzt oder eine Pflegekraft informiert werden können.
 
Dass der digitale Fortschritt das Leben der Senioren künftig bereichern kann, beweisen auch Tests mit dem Einsatz munterer Roboter in einzelnen Pflegeheimen. Die kleinen Kerlchen werden dort eingesetzt, um Bewohner bei Gedächtsnisspielen, Gesang oder Gesprächen zu unterhalten. Und laut einem Bericht im Fachmagazin „Medical Tribune“ kommt der Roboter mit den 20 Motoren, dem runden Kopf und großen Augen bei den Senioren als Märchenerzähler, Quizmaster und Entertainer hervorragend an. In Japan übernehmen die Roboter sogar Pflegeaufgaben und unterstützen das Personal, wenn ein Bewohner vom Bett in den Rollstuhl gesetzt wird. In Deutschland ist dies allerdings - bisher - nicht geplant. Es geht allein um den Spaßfaktor.
 
Wilfried Goebels

 

In allen Lebensbereichen halten neue Technologien Einzug

 

Technologien Einzug – vom Einkauf über das Bankgeschäft bis zum virtuellen Arztbesuch. Auch Senioren kommen daran nicht vorbei. Dazu im Kurzinterview Marcus Weinberg, seniorenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion.
Herr Weinberg, sind Smartphone und Tablet nicht eher etwas für die Jüngeren?
    
Marcus Weinberg: Auf keinen Fall! Über 80 Prozent der Menschen, die in den Ruhestand gehen, haben doch inzwischen Internetzugang. Dieses Bild von den technisch nicht versierten Älteren ist überholt. Allerdings gibt es große Unterschiede innerhalb der großen Gruppe der Senioren. Zum Beispiel haben Hochbetagte und auch Personen mit niedrigeren Bildungsabschlüssen deutlich weniger Zugang zu digitalen Medien. Hier müssen wir dafür sorgen, dass keiner im Alter ungewollt abgehängt wird. Allerdings ist mir auch wichtig, dass es weiterhin die analogen Möglichkeiten gibt, einzukaufen, sich zu informieren oder Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Smartphones und Tablets helfen, den Kontakt zu Familie und Freunden aufrecht zu erhalten.
 
Sehen Sie in der Digitalisierung eher Risiko oder Chance für das Alter?
 
Marcus Weinberg: Digitale Angebote können das Leben leichter machen, und zwar in vielen Bereichen. Ich denke zum Beispiel an Haushaltsroboter und Systeme, die die Wohnung intelligent sichern, die Brände oder Stürze melden. Sie führen dazu, dass Menschen länger selbständig in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben können. Wir haben auch gerade in der Corona-Krise gesehen, wie Smartphones und Tablets dabei helfen, den Kontakt zu Familie und Freunden aufrecht zu erhalten, wenn man nicht so mobil ist. Soziale Kontakte, gerade auch die Familie, sind für uns Menschen zentral. Sie verbessern auch die Gesundheit. Besonders in der Pflege liegt noch viel Potenzial zum Einsatz digitaler Technik. Allerdings können diese Technologien die zu Pflegenden und die familiären oder professionellen Pfleger unterstützen und entlasten, nicht aber die Pflegerin oder den Pfleger komplett ersetzen. Es gibt auch Risiken. So müssen die Nutzer die Kontrolle über die Technik haben, und nicht umgekehrt. Deshalb müssen der Lebensalltag, die Bedürfnisse und vielleicht auch Sorgen der älteren Nutzerinnen und Nutzer bereits bei der Entwicklung eine große Rolle spielen.
Weinberg: "Individuelle Unterstützung bei der Anwendung von digitalen Angeboten."
 
Sehen Sie in der Digitalisierung eher Risiko oder Chance für das Alter?
 
Marcus Weinberg: Die Bundesregierung arbeitet intensiv am flächendeckenden Ausbau von Breitband und Mobilfunk. Weiße Flecken in ländlichen Räumen werden gezielt geschlossen. Alten- und Pflegeheime und anderen Wohnformen sollten Internetzugang anbieten. Und schließlich sollte jeder, der Bedarf hat, individuelle Unterstützung bei der Anwendung von digitalen Angeboten bekommen. Da leisten zum Beispiel die Mehrgenerationenhäuser einen wichtigen Beitrag, die der Bund finanziert. Sie bieten – wie auch viele lokale Initiativen oder Volkshochschulen – vielfach Kurse und Coachings an. Wir werden das Thema Digitalisierung im Alter weiter im Blick behalten, damit alle von den Chancen profitieren können und Risiken minimiert werden.

 

Bundesvorsitzender Prof. Dr. Wulff beklagt Vorurteile und warnt vor Diskriminierung

Ein klassisches Beispiel schablonenhafter Diskriminierung bekam gestern (19.8.2020) der abendliche Fernsehzuschauer in der ARD-Sendung „Maischberger, die Woche“ serviert, als es um die Nominierung von Joe Biden als amerikanischer Präsidentschaftsbewerber ging. Fernsehmoderatorin Amelie Fried bezeichnete in ihrer Beschreibung der Wahlchancen in der amerikanischen Präsidentschaftswahl den 78-jährigen Biden als einen „nahe an der Demenz befindlichen Greis“, dem sie außerdem nur eine Amtszeit von maximal 4 Jahren („vielleicht sogar weniger“) zuschreibt.

„Ich bezeichne diese Art des Umgangs mit einem Menschen, der sich in seinem Land höchste Verdienste erworben hat – u.a. 36 Jahre als Senator und 8 Jahre als Vizepräsident – als schäbig und ehrabschneidend“, schreibt Prof. Dr. Otto Wulff, Bundesvorsitzender der Senioren-Union der CDU, in einer Presseerklärung.

Fried selbst habe Biden zwar zuvor als honorigen Menschen bezeichnet, aber diese Charakterisierung selbst mit phrasenhafter Stereotype von Altersdiskriminierung ad absurdum geführt, stellt Wulff fest.

„Wer so polemisiert und diskreditiert, stellt ganze Generationen ins gesellschaftliche und politische Abseits“, beklagt der Chef der CDU-Senioren die Aussagen in der Fernsehsendung. „Es geht auch um die Vermeidung von Vorurteilen: Lebensalter, Geschlecht, Nationalität oder Herkunft und dergleichen dürfen beim gesellschaftlichen Engagement kein Hindernis sein“, sagt Wulff.

Vor dem Hintergrund, dass ältere Menschen für eine erfolgreiche und aufopfernde Lebensleistung, die sie millionenfach auch im Ehrenamt oder Beruf zum Wohl der Gemeinschaft fortführen, Respekt erwarten können, sei Frieds Äußerung geschmacklos und entwürdigend. Derartige Einstufungen von Menschen stellten auch eine Gefahr dar für das gute Zusammenspiel von Alt und Jung in einer Union der Generationen.

„Frau Fried sollte sich entschuldigen und die Angelegenheit aus der Welt bringen“, sagt Wulff.

Senioren-Union: Gerede über Aufhebung der Maskenpflicht unverantwortlich